Kreditkrise schwappt auf Osteuropa über
Die seit Monaten zu vernehmenden Warnsignale internationaler Institutionen, die auf steigende Ungleichgewichte in Ost- und Südosteuropa hinweisen, scheinen berechtigt gewesen zu sein. In den letzten Wochen haben die Schockwellen der internationalen Finanzkrise mehrere Länder der Region erfasst.
Augenscheinlichstes Zeichen der Ansteckung ist die Zurückhaltung bei der Kreditvergabe aus Angst vor Zahlungsunfähigkeit. Dieses Risiko lässt sich am besten an den Prämien messen, mit denen man sich gegen Kreditausfälle versichern kann. Die Aufschläge sind in Rumänien und Bulgarien seit Jahresmitte um rund 50 und im Baltikum um 75 Basispunkte gestiegen, berichtet Unicredit-Osteuropa-Analyst Simon Quijano-Evans. Ähnliche Probleme, wenngleich in geringerem Ausmaß, wurden in Serbien und Kroatien beobachtet.
Hauptproblem dieser Länder sind die hohe Auslandsverschuldung und die teilweise riesigen Leistungsbilanzdefizite (siehe Grafik und unten stehendes Interview). Quijano-Evans: "Die Entwicklung geht in die falsche Richtung", die Kreditkrise stelle zusehends ein Problem für die betroffenen Länder dar. Ähnlich lautet der Befund der Weltbank: Sie spricht in einem vor kurzem veröffentlichten Bericht vom "Risiko, dass sich die Finanzkrise vertieft und die Außenfinanzierung dann möglicherweise dauerhaft schrumpft". Auch hier wären die Folgen für Staaten mit hohen Leistungsbilanzdefiziten am schmerzhaftesten.
Augenscheinlichstes Zeichen der Ansteckung ist die Zurückhaltung bei der Kreditvergabe aus Angst vor Zahlungsunfähigkeit. Dieses Risiko lässt sich am besten an den Prämien messen, mit denen man sich gegen Kreditausfälle versichern kann. Die Aufschläge sind in Rumänien und Bulgarien seit Jahresmitte um rund 50 und im Baltikum um 75 Basispunkte gestiegen, berichtet Unicredit-Osteuropa-Analyst Simon Quijano-Evans. Ähnliche Probleme, wenngleich in geringerem Ausmaß, wurden in Serbien und Kroatien beobachtet.
Hauptproblem dieser Länder sind die hohe Auslandsverschuldung und die teilweise riesigen Leistungsbilanzdefizite (siehe Grafik und unten stehendes Interview). Quijano-Evans: "Die Entwicklung geht in die falsche Richtung", die Kreditkrise stelle zusehends ein Problem für die betroffenen Länder dar. Ähnlich lautet der Befund der Weltbank: Sie spricht in einem vor kurzem veröffentlichten Bericht vom "Risiko, dass sich die Finanzkrise vertieft und die Außenfinanzierung dann möglicherweise dauerhaft schrumpft". Auch hier wären die Folgen für Staaten mit hohen Leistungsbilanzdefiziten am schmerzhaftesten.
finanztipp - 30. Nov, 22:27
