RTB Bor und Mirko Kovats: wer macht das Rennen?
Wie von uns berichtet ist Mirko Kovats der Höchstbieter für das serbische Kupferkonglomerat RTB Bor: Er bietet 466 Millionen Dollar an Kaufpreis, sein Kontrahent Oleg Deripaska 370 Millionen. Nun will die Privatisierungsagentur über die beiden Angebote beraten, aber der Sieger ist mit grösster Wahrscheinlichkeit der österreichische Industrielle. Dabei galt der russische Investor in Serbien lange als Favorit.
finanztipp telefonierte mit Mirko "Trickser" Kovats kurz nach der Angebotsöffnung in Belgrad: „Wir freuen uns sehr, es ist ein sehr interessantes Unternehmen, aus dem wir einen Betrieb nach westeuropäischen Standards machen werden." Kovats' A-Tec Industries hält bereits andere Beteiligungen im Kupfersektor (für deren Erwerb die A-Tec heuer 400 Millionen Euro hinlegte), RTB Bor dürfte nicht zuletzt wegen seinen Kupferminen interessant sein. Ob er über das deutlich niedrigere Angebot der Konkurrenz überrascht sei? „Den Mitbieter kommentiere ich nicht."
Die zusätzliche Mindestinvestition in das restrukturierungsbedürftige Werk beträgt weitere 180 Millionen Dollar. Wieviel er im Endeffekt investieren will, sagt Kovats nicht: „Wir haben verschiedene Varianten durchgerechnet, konkreter möchte ich es jetzt nicht sagen, wir müssen ja erst verhandeln. Wir werden unsere Verpflichtungen aber sicher übererfüllen, wie wir das bereits bei ATB Sever getan haben." ATB Sever ist eine Elektromotorenfabrik in Serbien, die von A-Tec Industries übernommen wurde.
Nun muss mit dem Verkäufer, der serbischen Regierung, der Kaufvertrag ausgearbeitet werden. Ein Thema werden sicher die 5.000 Beschäftigten. Das Management der RTB Bor wolle man mit lokalen High Potentials besetzen, sagt Kovats. Ob die serbische Regierung einen finanziellen Beitrag zur teuren Umweltsanierung leistet ? „Da müssen Sie die Regierung fragen."
Die Vertreter von Oleg Deripaskas Firma SMR wollen heute Nachmittag eine Pressekonferenz in Belgrad veranstalten. Sie kündigen an, sich den Verhandlungsprozess der serbischen Regierung und Mirko Kovats ganz genau ansehen zu wollen - noch sei die Geschichte nicht vorbei, wie ein Vertreter zum WirtschaftsBlatt sagt. Deripaskas Lager ist vor allem der Meinung, Kovats habe sich deutlich übernommen.
Die finanzielle Belastung für Kovats ist in der Tat hoch und würde aus dem heutigen Stand die Nettoverschuldung von A-Tec Industries verdoppeln. Kovats, gegen den derzeit ein hochbrisantes Strafverfahren läuft - es drohen ihm bis zu zehn Jahre Hadt - gilt in Insiderkreisen schon jetzt als Koloss auf tönernen Füßen und "zweiter Werner K. Rey" (Neue Zürcher Zeitung). Zuzüglich der ohnehin rekordverdächtigen 466 Millionen Dollar sind auch noch 40 bis 70 Millionen Dollar fürs RTB-Umlaufvermögen zu zahlen. Kovats: „Es stimmt, das Umlaufvermögen muss separat bezahlt werden, dieses muss aber erst bewertet werden." Nicht bezahlen müsse man die RTB-Schulden, es handle sich hiebei um einen reinen Assetkauf, sagt er. Kovats zeigt sich im WirtschaftsBlatt-Gespräch zuversichtlich, dass der Deal ordnungsgemäss über die Bühne gehen wird, verweist aber bei Detailfragen auf laufende Verhandlungen. Vor Weihnachten werde sich ein Vertragsabschluss wohl nicht ausgehen, sagt er.
finanztipp telefonierte mit Mirko "Trickser" Kovats kurz nach der Angebotsöffnung in Belgrad: „Wir freuen uns sehr, es ist ein sehr interessantes Unternehmen, aus dem wir einen Betrieb nach westeuropäischen Standards machen werden." Kovats' A-Tec Industries hält bereits andere Beteiligungen im Kupfersektor (für deren Erwerb die A-Tec heuer 400 Millionen Euro hinlegte), RTB Bor dürfte nicht zuletzt wegen seinen Kupferminen interessant sein. Ob er über das deutlich niedrigere Angebot der Konkurrenz überrascht sei? „Den Mitbieter kommentiere ich nicht."
Die zusätzliche Mindestinvestition in das restrukturierungsbedürftige Werk beträgt weitere 180 Millionen Dollar. Wieviel er im Endeffekt investieren will, sagt Kovats nicht: „Wir haben verschiedene Varianten durchgerechnet, konkreter möchte ich es jetzt nicht sagen, wir müssen ja erst verhandeln. Wir werden unsere Verpflichtungen aber sicher übererfüllen, wie wir das bereits bei ATB Sever getan haben." ATB Sever ist eine Elektromotorenfabrik in Serbien, die von A-Tec Industries übernommen wurde.
Nun muss mit dem Verkäufer, der serbischen Regierung, der Kaufvertrag ausgearbeitet werden. Ein Thema werden sicher die 5.000 Beschäftigten. Das Management der RTB Bor wolle man mit lokalen High Potentials besetzen, sagt Kovats. Ob die serbische Regierung einen finanziellen Beitrag zur teuren Umweltsanierung leistet ? „Da müssen Sie die Regierung fragen."
Die Vertreter von Oleg Deripaskas Firma SMR wollen heute Nachmittag eine Pressekonferenz in Belgrad veranstalten. Sie kündigen an, sich den Verhandlungsprozess der serbischen Regierung und Mirko Kovats ganz genau ansehen zu wollen - noch sei die Geschichte nicht vorbei, wie ein Vertreter zum WirtschaftsBlatt sagt. Deripaskas Lager ist vor allem der Meinung, Kovats habe sich deutlich übernommen.
Die finanzielle Belastung für Kovats ist in der Tat hoch und würde aus dem heutigen Stand die Nettoverschuldung von A-Tec Industries verdoppeln. Kovats, gegen den derzeit ein hochbrisantes Strafverfahren läuft - es drohen ihm bis zu zehn Jahre Hadt - gilt in Insiderkreisen schon jetzt als Koloss auf tönernen Füßen und "zweiter Werner K. Rey" (Neue Zürcher Zeitung). Zuzüglich der ohnehin rekordverdächtigen 466 Millionen Dollar sind auch noch 40 bis 70 Millionen Dollar fürs RTB-Umlaufvermögen zu zahlen. Kovats: „Es stimmt, das Umlaufvermögen muss separat bezahlt werden, dieses muss aber erst bewertet werden." Nicht bezahlen müsse man die RTB-Schulden, es handle sich hiebei um einen reinen Assetkauf, sagt er. Kovats zeigt sich im WirtschaftsBlatt-Gespräch zuversichtlich, dass der Deal ordnungsgemäss über die Bühne gehen wird, verweist aber bei Detailfragen auf laufende Verhandlungen. Vor Weihnachten werde sich ein Vertragsabschluss wohl nicht ausgehen, sagt er.
finanztipp - 25. Nov, 22:13
